Fersensporn – wie behandeln?!

Der Diagnosebegriff „Fersensporn“ ist kaum auszurotten. Er entspricht dem subjektiven Empfinden eines vertikalen Stachels im Fersen, welcher bei Belastung schmerzhaft wird. Hat jemand mit diesem Fersenschmerz im Röntgenbild dann zufällig  eine horizontal (!) gerichtet „Stachelbildung“ (Verkalkung) am Ansatz der Plantarfaszie am Fersenbein, ist die Diagnose „Fersensporn“ nicht mehr zu verhindern!
Die Erfahrung zeigt jedoch, dass das Vorliegen dieser Veränderung im Röntgenbild in erster Linie eine Alterssache ist: je älter umso mehr Verkalkungen dieses Sehnenansatzes – und… es gibt ebenso viele Fersenschmerzen ohne diese Röntgenveränderung, wie die Röntgenveränderung ohne Schmerzen! Man weiss auch, dass diese „Sporne“ nach jeder Art von Behandlung beziehungsweise nach spontanem Abklingen der Fersenschmerzen nicht verschwinden.
Es handelt sich um ein Krankheitsbild mit sehr guter Spontanheilungsprognose. Es sind keine Nachteilbelastungen zu erwarten.
Man findet immer auch Triggerpunkte (schmerzhafte Verquellungsareale) in der Wadenmuskulatur. Bei manueller Behandlung dieser Punkte verschwinden die Fersenschmerzen häufig.
Deshalb sollte man hier vorsichtig mit eingreifenden Therapien sein: Sicher nie bestrahlen, sondern zum Beispiel die ungefährliche manuelle Triggerpunkttherapie bei einem Physiotherapeuten wählen.