Impotenz ist abhängig vom Lebensstil (Gewicht, Bewegung, Rauchen…)

Die „Impotenz“ beim Mann (erektile Dysfunktion) – erektive Störung – Disease Mongering

Krankheiten ins Gespräch bringen und dann „verkaufen“… von der Pharmaindustrie in letzter Zeit massiv betrieben – so auch bei der „erektilen Dysfunktion“! Also aufgepasst auf Problem- und Mengenausweitung! Dasselbe auch beim ADHS, der Glatze, Schüchternheit, Restless-Legs-Syndrom…

Achten Sie aber auch darauf, dass ein simpler Namenswechsel von den altbekannten „Potenzstörungen“ zur „erektilen Dysfunktion“ weitreichende Folgen für die Einschätzung der „Krankheit“ haben kann! So glaubten Teilnehmer an einer Studie (M.E. Young et al.: The role of medical language in changing public perception of illness. PLoS ONE, 3/12, 2008, e3875) nicht nur, dass etwa Hyperhidrosis oder androgenetische Alopezie sehr viel ernster zu nehmende Krankheiten seine als ihre alltäglichen Namenvettern, sondern sie befürchteten obendrein, dass die medizinischen Fachausdrücken beschriebene Wehwehchen auch noch besonders selten seien. Ältere, bereits etablierte medizinische Fachbegriffe hatten diesen Effekt allerdings nicht (hier also „übermässiges Schwitzen“ oder „männlicher, genetischer Haarausfall“). Also Achtung vor Cyberchondrie!

Potenz?

„Impotenz“ ist ein sexistisches, Männer diskriminierendes Wort! Der Mann wird damit in seiner ganzen Potenz, in seiner Lebenskraft, in seinem Mannsein angegriffen und oft lächerlich gemacht. Wir Männer setzen auch selbst oft „Mannsein“ mit sexueller Kraft gleich und leiten damit unsere Identität aus unserer sexuellen Leistungsfähigkeit ab. Dabei stellt die sie nur einen kleinen Teil unserer Potenz dar. Potenz zeigt sich auch in der Fähigkeit, etwas zu erzeugen, kreativ zu sein, sie zeigt sich als geistige Kraft, die sich nur zum Teil im Penis zeigt.

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