Lebendigsein!

„Man sagt, dass wir einen Sinn des Lebens suchen… Ich glaube, was wir wirklich suchen, das ist die Erfahrung des Lebendigseins, so dass unsere physische Existenz mit unserem innersten Sein und unserer innersten Wirklichkeit zusammenklingt und wir tatsächlich fühlen, was es heisst, lebendig zu sein.“ Joseph Campell

Wie komme ich wieder zu meinem „Lebendigsein“?!

Graben Sie ihre ersten Fotos der Jugend aus. Sicher finden Sie solche, auf denen Sie übermütig und eigen-mächtig mit überschäumender Lebensfreude in die Welt hinausrennen. Alles war möglich!
Jeden Tag etwas ganz Neues, Ver-rücktes tun!
Tanzen Sie vermehrt – wild.
Gehen Sie so oft barfuss wie möglich.
Lassen Sie sich massieren – und massieren Sie ihren Partner. Massieren Sie sich selber: ihre Füsse nach einem Fussbad – ihre Lippen – ihre Kopfhaut – mehr…
Singen Sie wieder mal für sich – oder mit anderen. Melodien, die nur in dir schlummern, finden und aus-singen.
Schwimmen Sie in Seen und Flüssen – und spielen Sie mit Kindern.
Im Sommerregen über die Wiese rennen – zusehen wie die Wolken vorbei ziehen – Sonnenuntergänge bestaunen – auf Berge steigen und lang in die Weite schauen – das Glitzern im Wasser sehen – Loswandern, ohne zu wissen wohin – die Augen schliessen beim Rückwärtsgehen – die Unsicherheit geniessen – …

Wieder mal vor Freude und Lebendigsein zittern!

LEBENDIGSEIN heisst aber nicht nur Lebens-Freude – es ist auch Lebens-Trauer, etc… sogenannte Stärken und Schwächen, tief und eigen-mächtig gelebte Gefühle, Konzepte und Glaubenssätze. Das was uns auch „mitten im Feuer“ im Innersten zusammenhält, wenn alles „Äussere“ wegfällt… Ein eigentliches Verliebtsein ins Leben!

sich mehr entspannen: www.dr-walser.ch/entspannung.htm

erotisch leben: www.dr-walser.ch/sex.htm

viel lachen – sich Witze erzählen: www.dr-walser.ch/witz.htm

„Was gibt ein Mensch dem anderen? Er gibt etwas von sich selbst, vom Kostbarsten, was er besitzt, er gibt etwas von seinem Leben. Das bedeutet nicht unbedingt, dass er sein Leben für den anderen opfert –sondern dass er ihm etwas von dem gibt, was in ihm lebendig ist; er gibt ihm etwas von seiner Freude, von seinem Interesse, von seinem Verständnis, von seinem Wissen, von seinem Humor, von seiner Traurigkeit –von allem, was in ihm lebendig ist.

Indem er dem anderen auf diese Weise etwas von seinem Leben abgibt, bereichert er ihn, steigert er beim anderen das Gefühl des Lebendigseins und verstärkt damit dieses Gefühl des Lebendigseins auch in sich selbst. Er gibt nicht, um selbst etwas zu empfangen; das Geben ist an und für sich eine erlesene Freude. Indem er gibt, kann er nicht umhin, im anderen etwas zum Leben zu erwecken, und dieses zum Leben Erweckte strahlt zurück auf ihn; wenn jemand wahrhaft gibt, wird er ganz von selbst etwas zurück empfangen. Zum Geben gehört, dass es auch den anderen zum Geber macht, und beide haben ihre Freude an dem, was sie zum Leben erweckt haben. Im Akt des Gebens wird etwas geboren, und die beiden beteiligten Menschen sind dankbar für das Leben, das für sie beide geboren wurde…“
(Erich Fromm, die Kunst des Liebens)

Hier ein wunderbarer Kurzfilm, der zeigt, was unserer Gesellschaft fehlt… die Farbe! Die Lebendigkeit!