Welches Menschenbild hat mein Therapeut?!

Es lohnt sich mal kurz zu überlegen und eventuell auch gleich direkt nachzufragen, welches Menschenbild eigentlich mein Therapeut/meine Therapeutin hat. Dieses beeinflusst nämlich stark die Art Therapie, die mir bevorsteht. Fragen Sie sich dann, ob Sie sich selbst auch so sehen und dann diese Behandlung wirklich wollen!

Hellhörig werde ich selbst, wenn ich höre, dass Therapeuten ihren Klienten den Genuss am Leben ver-gällen wollen, madig machen… Ein Mensch, der von seinen Mitmenschen ein Bild als Müllhalde hat – jemand also, der entgiftet werden muss (Darmspülungen, Dauerbrause, Detoxikationen…) oder der ein Horrorszenario von Umweltgiften, Pilzen und Mikroorganismen ausmacht – „madig“ eben…

Es scheint auch meist viel „Galle“ im Spiel zu sein (ver-gällen), meist in Form einer aggressiven Art, sich von sämtlichen „Nichtgläubigen“ abzugrenzen: Schulmediziner grenzen z.B. Homöopathen aus – und umgekehrt, Impfverfechter Impfgegner, usw..

Skeptisch soll man als mündiger Mensch werden, wenn von schrecklichen Menschenbildern ausgegangen wird, wenn nur auf die kranken Seiten fokussiert wird und nicht auch auf die gesunden, wenn „gallig“ abgegrenzt wird – und auch wenn teure Behandlungen und Apparate als das Einzigrichtige verkauft wird (Stichwort „Guru-Medizin“). Gegen Elektrosmog und Wasseradern benötigt man keine tausendfränkigen Abschirmungen – man findet im Internet auch Bastelanleitungen für wenige Fränkli. Das Bett verstellen oder den Radiowecker und das Freihandtelefon ausziehen kann schon reichen. Diätpläne müssen nicht teuer erkauft werden (man liest besser meine Tipps dazu auf ernaehrung.htm). Auch Fitness nicht (jogging.htm). Anti-Aging auch nicht (anti-aging.htm). Amalgam soll nicht auf einmal rausgerissen werden: max. zwei Plomben im Jahr sind für unseren Körper noch tragbar. Nicht gegen alles und jedes impfen – aber auch nicht nichts: individuell entscheiden also (www.impfo.ch )…

Mehr zur sozialen Kontrolle durch Gesundheit, zu „religiösen“ Moralvorstellungen der heutigen Medizin – also auch , zu Genuss und Schuldgefühle hier auf meiner Website: http://www.dr-walser.ch/genuss.htm

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