Wie gesund lebe ich?

Eine Anleitung zur Überprüfung Ihres Gesundheitsverhaltens

Der Dalai Lama wurde gefragt, was ihn am meisten überrascht; er sagte: Der Mensch, denn er opfert seine Gesundheit, um Geld zu machen. Dann opfert er sein Geld, um seine Gesundheit. wiederzuerlangen. Und dann ist er so ängstlich wegen der Zukunft, dass er die Gegenwart nicht geniesst; das Resultat ist, dass er nicht in der Gegenwart lebt; er lebt, als würde er nie sterben, und dann stirbt er und hat nie wirklich gelebt.

Sie finden hier eine Sammlung von Aspekten, die Sie anregen soll, über Ihr Verhalten und Ihre Lebensführung nachzudenken:

1. Wahrnehmen und Ausdrücken von Gefühlen
Wenn ich mit etwas nicht einverstanden bin, kann ich das ausdrücken?
Meist ist mir bewusst, was ich gerade fühle und empfinde?
Ich fühle mich frei, anderen meine Gefühle mitzuteilen?
Für mich ist es in Ordnung, sowohl heiter und fröhlich als auch ängstlich, traurig und ärgerlich zu sein?
Ich kann anderen verständlich machen, was ich empfinde?
Es beunruhigt mich nicht, wenn ich manchmal auch heftige Gefühle habe?
Ich freue mich über Zuwendung, Anerkennung und Lob von anderen?
Wenn ich traurig bin, gestatte ich es mir, zu weinen?
Ich nehme es wahr, wenn andere bedrückt sind?
Meine Ansichten und Interessen kann ich auch Menschen gegenüber vertreten, die sehr sicher auftreten?
Ich kann Sexualität und Intimität geniessen?
Wenn ich Hilfe brauche, suche ich sie bei Freunden oder Fachleuten?
Für mich haben Gefühle eine Bedeutung, auch wenn sie mich manchmal daran hindern, die Dinge „nüchtern“ zu betrachten?
Wenn ich ärgerlich oder zornig bin, fresse ich das nicht in mich hinein, sondern drücke meine Gefühle aus?
Ich weiche Auseinandersetzungen nicht „um des lieben Friedens willen“ aus?
Können Sie sich in schwierigen Lebenssituationen nachsichtig behandeln? Haben Sie „Selbstmitgefühl“?

2. Kreativität und Ausdrucksfähigkeit
Ich habe Freude daran, mich durch Kunst, Tanz, Musik, Theaterspielen, usw. auszudrücken?
Ich habe Freude daran, täglich einige Zeit ohne Planung oder Strukturierung zu verbringen? Auch das mobile Internet ist dann nicht verfügbar (Smartphones, Tablets…)!
Ich habe oft Ideen und Einfälle, die aus mir selber kommen, in denen ich nichts nachahme?
Es macht mir Spass, mich manchmal mit ungewöhnlichen Ideen zu beschäftigen und sie mit anderen auszutauschen?
Ich interessiere mich für meine Träume und für das, was sie mir sagen?

3. Entspannung, Schlaf
Ich fühle mich selten müde oder ausgelaugt (ausser nach einer anstrengenden Arbeit)?
Ich schlafe nachts leicht ein?
Ich bekomme meist genug Schlaf?
Wenn ich aufgeweckt werde, fällt es mir meistens leicht, wieder einzuschlafen?
Es gibt Zeiten, in denen ich gerne allein sein mag?
Wenn es keine Möglichkeit gibt, Probleme sofort zu lösen, kann ich sie auch ruhen lassen?
Mindestens 15 bis 20 Minuten täglich meditiere ich oder versuche, mich zu zentrieren?
Ich verwöhne mich (ohne mich dafür schuldig zu fühlen), zum Beispiel durch Massagen, Nichtstun?
In meinem Alltag pflege ich ein Gleichgewicht zwischen Kontakt und Rückzug? Dabei meint „Rückzug“: Entspannung, Nichts-Tun und keine Füll-Aktivitäten, wie Rausnehmen des Smartphones und Öffnen von Apps, Lesen von Mails,…
mehr zu Entspannungsmethoden hier >>> www.dr-walser.ch/entspannung.htm
4. Erholung im Urlaub
Ehe ich eine Auszeit oder einen Urlaub plane, frage ich mich, wovon ich mich erholen muss?
Grundsätzlich gilt: Kontrasterfahrungen sind wichtig! Wenn Du ständig in der Öffentlichkeit stehen und mit vielen wechselnden Menschen in Kontakt bist, brauchst Du Zeiten, in denen Du dich von der Welt zurückziehen und mal allein sein kannst. Wer in einem sozialen Beruf tätig ist, ständig für andere da sein muss, sollte in Urlaubszeiten selbst im Mittelpunkt stehen und „bedient“ werden. Wer ständig freundlich zu Kunden sein muss, sollte seine Erholung weniger in Gruppen suchen.
Fernreisen mit Zeitverschiebung bringen Anregung. Erholung bieten sie schon allein deshalb wenig, weil der Körper einige Tage benötigt, um sich an die Zeitverschiebung zu gewöhnen. Plane ich dafür genügend Zeit ein?
Ich mache mehrere, gut übers Jahr verteilte Urlaubstage, da sie sinnvoller sind als der grosse mehrwöchige Urlaub am Stück?
Habe ich nicht zu grosse Erwartungen an den Urlaub? Ist mit bewusst, dass der Erholungseffekt nach dem Ferien nicht lange anhält? Spätestens nach vier Wochen ist er verschwunden.
Es ist mir bewusst, dass faul sein erlaubt ist, aber in Massen?
Die Balance zwischen Entspannung und Bewegung ist wichtig. Durch sportliche Betätigung werden Spannungen abgebaut, und man erlebt sich als kompetent – gute Voraussetzung für die Regeneration. Deshalb: Nicht nur im Urlaub die Joggingschuhe anziehen oder den Tennisschläger schwingen: Die beste Erholung garantiert die regelmässige, in den Alltag integrierte Bewegung.
Auch im Alltag nehme ich mir regelmässig Zeit für Pausen? Ich gehe in der Mittagspause allein einige Schritte oder mache auf der Yogamatte Atemübungen…
Ich kann im Urlaub schnell von der Arbeit abschalten und die Arbeit gedanklich hinter mir lassen? Ich kann Abstand gewinnen und mich innerlich freimachen?
Ich mache im Urlaub auch „Mastery-Erfahrungen“, also körperliche oder intellektuelle Herausforderungen, wie einen Berg besteigen, Spanisch lernen oder einen See durchschwimmen?
Ich kann in meiner Freizeit frei wählen, wann und wie ich etwas mache, das mir Freude bereitet?
mehr zu Entspannungsmethoden hier >>> www.dr-walser.ch/entspannung.htm

5. Körperliche Aktivität
Ich habe in den letzten zwei Jahren sportlich etwas Neues gelernt oder begonnen?
Ich steige häufig Treppen, statt den Lift zu benutzen?
Meine täglichen Aktivitäten schliessen mittlere Anstrengungen ein (z.B. Betreuung kleiner Kinder, Arbeiten im Haushalt, Gartenpflege, Fusswege während der Arbeit…)?
Meine täglichen Aktivitäten schliessen schwere körperliche Arbeiten ein (z.B. Transport, Tragen schwerer Objekte, landwirtschaftliche Arbeit …)?
Ich gehe täglich mindestens zwei Kilometer zu Fuss?
Mindestens dreimal pro Woche laufe ich 20 Minuten in mittlerer Belastung?
Mindestens einmal pro Woche mache ich 15 bis 20 Minuten lang Yoga (oder andere Dehn-, Streck- oder Entspannungsübungen)?
Ich mache fast täglich eine Art „Gymnastik“?
Ich dusche regelmässig, erst warm, dann kurz kalt?
Ich gehe ein- oder zweimal im Monat in die Sauna?
Häufig geniesse ich sexuelle Aktivitäten mit mir oder anderen?

6. Körperliche Fürsorge
Ich rauche nicht?! (wohl wichtigste Gesundheitsmassnahme überhaupt!)
Ich reinige meine Zähne regelmässig (mindestens zweimal pro Tag und einmal mit Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürstchen)?
Ich sorge dafür, dass ich mich so wenig wie möglich Abgasen, chemischen Dämpfen, extremem Lärm aussetze?
Ich nehme Änderungen in meinem körperlichen, seelischen, geistigen Befinden bewusst wahr und suche fachliche Hilfe bei auffälligen Änderungen?
Ich nehme sehr selten Medikamente oder Drogen?
Ich sorge dafür, dass ich regelmässig ausreichend Schlaf bekomme?
Ich mag die Berührung durch andere?
Ich mag andere Menschen berühren, wenn ich das Bedürfnis dazu habe?
Ich „trainiere“ mein Gehirn (und für „Gehirnjogging“ genügt nicht das Lösen von Kreuzworträtsel oder Sudoka!)  mit Musizieren (Idealfall: Jazzimprovisation), Tanzen, Meditieren, Lernen von Fremdsprachen, Umgang mit Kindern?

7. Ernährung
Der grösste Teil meiner Nahrung ist pflanzlichen Ursprungs: Obst, Gemüse, Salate, Getreideprodukte und Kartoffeln?
Rohe, ungekochte Nahrung ist nicht die Ausnahme, sondern fester Bestandteil (mindestens 50%) meiner Ernährung?
Fleisch esse ich höchstens dreimal die Woche und achte auf mageres Weidefleisch?
Ich vermeide soweit wie möglich tierische Fette und ersetze sie durch pflanzliche?
Ich esse selten raffinierte Nahrung und achte auf Esswaren im Naturzustand?
Ich bevorzuge Nahrung ohne chemische Zusätze und achte beim Einkaufen auf die Kennzeichnung von Zusätzen?
Ich trinke mindestens 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit täglich?
Mein Alkoholkonsum ist niedrig (nicht mehr als ein halber Liter Bier oder ein viertel Liter Wein pro Tag)?
Mein Appetit ist gut (weder zu gering noch zu gross)?
Ich nehme mir Zeit und Ruhe für meine Mahlzeiten und kaue jeden Bissen ausgiebig?
Ich kann das Essen ohne Schuld- und Reuegefühle lustvoll geniessen?
(Lesen Sie auch dies zum Essen auf meiner Website: www.dr-walser.ch/ernaehrung.htm!)

8. Produktivität, Arbeit
Finanziell fühle ich mich sicher? Das Einkommen entspricht meiner Leistung?
Ich habe wenig Angst um meine berufliche Zukunft?
Mir macht meine Tätigkeit Spass?
Ich fühle mich selten in unangemessener Weise bewertet und kontrolliert?
Ich arbeite gern mit meinen KollegInnen zusammen?
Ich verrichte meine Arbeit in einer angenehmen Umgebung?
Mein Arbeitsplatz gefährdet mich nicht (z.B. durch Chemikalien, giftige Gase, Strahlen, Staub, schlechte Luft, extreme Temperaturen, Lärm, ungesicherte Maschinen, grosse Unfallgefahr)?
Ich fühle mich selten unter Zeitdruck oder gehetzt?
Ich fühle mich selten überfordert?
Ich fühle mich selten unterfordert?
In meiner Arbeit existieren Qualifizierungsangebote? Ich kann bei meiner Arbeit etwas lernen?
Ich kann im Betrieb aufsteigen?
Wenn ich Spannungen mit Vorgesetzten, Kollegen, Untergebenen habe, finden wir meist Lösungsmöglichkeiten?
Ich kann meine Arbeit in gewissem Umfang selbst einteilen?
Ich habe genügend Pausen während der Arbeit?
Ich empfinde meine Arbeit als sinnvoll und anregend? Meine Arbeit ist auch nützlich für die Gesellschaft?
Zur Arbeit noch der Philosoph Byung-Chul Han: „Es ist vielleicht an der Zeit, über eine Lebensform nachzudenken, in der die Arbeit keine Rolle mehr spielt. Der altchinesische Denker Zhuangzi würde sie „Wandern in Musse“ nennen.“

9. Wohnen
Ich bin mit meiner Wohnsituation zufrieden?
Ich fühle mich in meiner Wohnung zu Hause?
Ich habe das richtige Ausmass von Kontakt zu Mitbewohnern, Nachbarn?
Ich mag die Strasse und die Umgebung, in der ich wohne?
Sind meine Nachbarn glückliche Menschen oder wohnen meine Freunde in meiner Nähe? (Die Wahrscheinlichkeit, ebenfalls glücklich zu werden, steigt dank einer zufriedenen Nachbarschaft gemäss eine Studie im British Medical Journal um 35 Prozent) Fast so positiv wirken Freunde, allerdings nur, wenn sie im Umkreis von ein bis zwei Kilometer wohnen.
Die Wohnbedingungen (Grösse der Wohnung, Grünflächen, frische Luft, ruhige Lage, Geschäfte, Anregungen) sind genau richtig für mich?
Die Landesgegend (und auch das Land) in dem ich wohne gefällt mir?

10. Beziehung
Ich liebe und habe zärtliche Gefühle zum Menschen mit dem ich zusammenlebe?
Ich habe Mitgefühl zu anderen und…  zu mir selbst?
Mit meinem Partner trage ich Krisen und Konflikt offen und fair aus?
Wir sind zueinander selten sarkastisch, zynisch, versteckt und indirekt aggressiv, schroff zurückweisend oder anderweitig scheusslich?
Ich und mein Partner können sich das Gefühl geben, den anderen zu verstehen und zu unterstützen?
Positive Gefühle, wie Lob und Wertschätzung können wir uns gut mitteilen?
Negative Gefühle, wie Wut und Ärger können ich und mein Partner angemessen äussern?
Mein Lebenspartner traut mir persönliche Entwicklungsschritte zu, bekräftigt mich auf dem angestrebten Weg, fordert zu Handlungen heraus und geht auf mich ein?
Mein sexuelles Leben ist reich, kreativ und befriedigt mich (Lesen Sie dazu hier mehr: sex.htm)
Ich bin gewissenhaft, offen für Neues/ Erfahrungen und auch „sozial verträglich“ (ein netter Mensch…)?
Lesen Sie mehr über diese drei Persönlichkeitsmerkmale, die für die Chancen einer langdauernden Beziehung wichtig sind: hier in meinem Blog: https://walserblog.ch/2015/02/14/gewissenhaft-macht-gesund/

11. Umweltbewusstsein
Ich versuche, die Verschwendung von Energie sowohl zu Hause als auch im beruflichen Bereich zu vermeiden?
Ich benutze nichtgiftige Reinigungsmittel?
Ich benutze soweit wie möglich öffentliche Verkehrsmittel?
Ich sorge für die Weiterverwendung von Flaschen, Papier, Kleidung, organischem Abfall?
Ich fliege so wenig und so kurz wie möglich in die Ferien? Ich mache dabei auch keine sehr langen Autofahrten?

12. Soziales Interesse
Ich informiere mich über lokale, nationale und internationale Ereignisse?
Ich habe Interesse an gesellschaftlichen Problemen und unterstütze Ziele, Personen, Gruppen meiner Wahl?
Wenn es mir möglich ist, gebe ich Zeit und Geld für Ziele aus, die mir wichtig sind?
Wenn ich Auto fahre, nehme ich Rücksicht auf Fussgänger und andere Mitbenützer der Strasse?
Ich bin Mitglied einer oder mehrerer Gruppen (Club, soziale/politische Organisation, Musikband …)?
Ich versuche, gemeinsam mit KollegInnen unsere Interessen am Arbeitsplatz zu vertreten?
Ich gebe im Leben mehr als ich nehme (u.a. Spenden,…)?

13. Einstellung zum Leben, Lebenszufriedenheit
Mein persönliches Dasein erscheint mir sinnvoll?
Mein tägliches Leben ist oft voll Freude und Befriedigung?
Ich bleibe mir selbst treu?
Ich lebe präsent und bewusst im Augenblick?
Ich lebe so, dass ich später nichts zu bereuen habe?
Ich freue mich darauf, mindestens 75 Jahre alt zu werden?
Wenn ich an den Tod denke, dann fühle ich mich vorbereitet und ohne Angst?
Wenn ich heute sterben würde, dann hätte ich das Gefühl, dass mein Leben einen Wert hatte?
Auch die schweren Zeiten in meinem Leben haben für mich Bedeutung und ihren Sinn?
Die Art, wie ich Menschen, die Welt und meine Existenz sehe, gibt mir Kraft?
Ich habe Vertrauen in die Zukunft?
Auch wenn manche Situationen schwierig sind, macht es mir Freude zu leben?
Veränderungen in meinem Leben machen mir keine Angst?

14. Spezielle Fragen an den Mann
Wie gesund bzw. ungesund verhalte ich mich? Inwiefern/wo wirkt sich mein Verhalten schädlich oder fördernd auf meine Gesundheit aus (Stichworte: Rauchen, Alkohol, Safer-Sex/Sexsucht, Verkehrsverhalten, Dickleibigkeit, Arbeitssucht, Machtsucht, Brutalität)?
Wie nehme ich mich selber wahr?
Wie kann ich sorgfältiger mit mir selber umgehen?
Kann ich auch Unvollkommenheiten in mein Leben integrieren?
Bin ich auf äussere Werte wie Geld, Erfolg, Status und Statussymbole fixiert?
Wie verhält es sich mit meinen Grenzüberschreitungen und Kontrollverlusten?
Wie bin ich in Kontakt mit meiner wilden, gefährlichen Seite? Und bin ich dort gleichzeitig auch achtsam? Achtsam mir gegenüber und beachte ich an meinen Grenzen auch diejenigen meiner Mitmenschen?
Wie erlerne ich konstruktive Formen von Aggressivität und Durchsetzungsvermögen und wie fördere ich deren Verbreitung?
Wie funktionieren meine Beziehungsmuster?
Wie pflege ich Männerfreundschaften?
Wie fördere ich Solidarität unter Männern?
Wie integriere ich neben dem Berufs-Mann den Ehe-Mann und Vater gleichwertig in mein Leben?
Wie pflege ich meine „Eigenwelt“ neben den Bereichen der Arbeit und der Familien- oder Beziehungswelt?
Wie trage ich dazu bei, mehr Gemeinschaftssinn zu entwickeln?
Kann ich mich im Spannungsfeld zwischen instrumenteller und ganzheitlicher Vernunft für Gesundheitsförderung und Lebensqualität entscheiden, auch wenn ich dabei scheinbar persönliche Karrierenachteile in Kauf nehmen muss?
Wie weit treibe ich den Individualismus? Engagiere ich mich v.a. zur Erfüllung meiner Macht- und/oder Selbstbestätigungsgelüste?
15. Spezielle Fragen für die LehrerIn/BetriebsleiterIn/PolitikerIn


SCHULE
Die Gesundheitsförderung in der Schule sollte von Verhaltenskontrolle abgekoppelt werden, da sie dann nur Widerstand hervorruft. Wie kann ich Schüler dazu bringen, mehr Früchte und Wasser zu konsumieren, weniger zu rauchen und sich mehr zu bewegen – ohne, dass das Ganze mit Verboten, Strafen und Kontrolle verbunden ist?
Also: Nicht a priori Alkohol und Tabak usw. verdammen, sondern eine gemeinsame Diskussion darüber entfachen – auch zum Thema ambivalente Einstellung gegenüber dem Thema Gesundheit.
Kann ich eine echte Partizipation zulassen, sprich: Befragung der Schülerinnen und Schüler, welche Gesundheitsprobleme sie wahrnehmen und was sie ändern wollen und wo sie Ansatzpunkte der Änderungen sehen?

BETRIEB
Werden Arbeitsanalysen durchgeführt?
Wird die Ergonomie der Arbeitsplätze überprüft?
Werden toxische Belastungen ermittelt?
Wird Gesundheitsberichterstattung durchgeführt, um zu ermitteln, in welchen Abteilungen welche Erkrankungen in welcher Häufigkeit auftreten?
Werden Gesundheitszirkel implementiert, um herauszufinden, wie die Arbeitnehmer welche Gesundheitsprobleme wahrnehmen und welche Lösungen es hierfür gibt?
Werden Arbeitsplätze geschaffen, die mit Gesundheitsförderungsexpertinnen besetzt werden?

GEMEINDE
Werden sichere Radwege geschaffen?
Werden Planung und Realisierung von Naherholungsgebieten, in denen zum Beispiel gejoggt werden kann, gefördert?
Gibt es Innenstädte, in denen der Autoverkehr eingeschränkt ist?
Wird etwas zur Senkung der Lärmbelastung und zur Verbesserung der Luftqualität realisiert?
Wird der bürgerliche Gemeinsinn aktiviert, das heisst, dass Bürgerinnen gemeinsam ihre Gemeinde gesundheitsförderlicher gestalten (auch Stärkung nachbarschaftlicher Bindungen, Pflege von Vereinen…)?


Mehr über Ihr Gesundheitsverhalten und die Stärkung desselben, lesen Sie hier auf meiner Website: www.dr-walser.ch/gesund.htm!