Nachtschweiss ist ein häufiges, unspezifisches Symptom. Bei eher geringer Ausprägung ist auf die Schlafbedingungen (überhitztes Zimmer, zu warme Bettwäsche, etc.), Alkoholkonsum-Gewohnheiten und Medikamente zu achten.
Die Menopause der Frau ist natürlich mit Nachtschweiss in Form von Wallungen wohl bekannt.
Starker Nachtschweiss muss weiter abgeklärt werden. Beim Vorliegen von Fieber, Gewichtsverlust oder weiteren Symptomen und klinischen Befunden durch den Hausarzt sind zum einen Abklärungen bezüglich chronischer Infekte wie Tuberkulose, Bruzellose, Endokarditis, Osteomyelitis, Abszesse und HIV wichtig, zum andern die Suche nach einem Lymphom oder soliden Tumor (Prostatakrebs, Nierenzellkrebs, Keimzelltumor, medullärer Schilddrüsenkrebs).
Hormonelle Störungen wie Hyperthyreose (Überfunktion der Schilddrüse), Hypoglykämie (Unterzuckerung z.B. bei Diabetes), Phäochromozytom (Erkrankung des Nebennierenmarks) und Karzinoidsyndrom (neuroendokrine Tumore) können ebenfalls Nachtschweiss verursachen.
Nicht zuletzt ist an gastroösophagealen Reflux zu denken.
Die Therapie richtet sich nach der zugrunde liegenden Krankheit, eine symptomatische Behandlung ist nicht empfohlen.
