Schlagwort: Sex

  • Zuviel!

    Zuviel!

    Beim Erziehungsberater und Bestsellerautor Kim John Payne sticht eine Botschaft ganz besonders ins Auge. Darin wird empfohlen, Kindern weniger Spielsachen zu geben, damit sie sich intensiver mit dem Spielzeug beschäftigen, das sie haben.
    (Payne, K.J. (2009). Simplicity Parenting. New York: Ballantine Books).

    Dies können wir auch 1:1 auf uns Erwachsene übertragen.

    Laut Payne bestehen die vier Säulen des Überflusses aus

    • zu vielen Wahlmöglichkeiten
    • zu vielen Informationen
    • zu viel Geschwindigkeit
    • zu viel materiellem Besitz

    Wenn wir uns, sowie unsere Kinder diesem Überfluss aussetzen, verpassen wir die wertvolle Auszeit, die wir zum Entdecken, Nachdenken und Entspannen brauchen.

    Zu viele Wahlmöglichkeiten machen Kinder und auch uns Erwachsene unglücklich und rauben uns das Geschenk der Langeweile, das Kreativität und selbstgesteuertes Lernen bei den Kindern fördert.

    Massiv ist auch die heutige Informationsflut, die uns aus allen Kanälen überrollt. Schauen wir uns mal im Alltag um, wie wir ohne Unterbruch und durch alle Ritzen von unnützen Infos zugemüllt werden. Kaum aufgestanden, stopfen wir unseren Kopf voll belastender Bilder und unnützer Details aus der ganzen Welt – und abends gehen r mit diesem Müll, der uns noch von den Spätnachrichten eingeflösst wurde, ins Bett. Wie gehen wir im Alltag damit um? Ändern wir etwas an unserem Verhalten, wenn wir spüren, dass es zuviel ist? Schützen wir uns vor diesem Vertopftsein?!

    Wichtige Informationen erreichen uns auch, ohne dass wir dies bewusst wollen. Versuchen wir doch einmal als Übung eine Woche ohne Informationsflut auszukommen (keine Tageszeitung, kein TV, keine News auf dem Smartphone…). Sie werden überrascht sein, wieviel Weltinfo uns dabei trotzdem errreichen kann

    Zu grosse Geschwindigkeit im Leben verhindert dann die wichtigen Ruhepausen, das Innehalten, wo der gesundheitlich enorm wichtige Resetknopf gedrückt werden kann, wo in Entspannung und Rückzug eine seelisch, geistige und körperliche Erneuerung und Neuausrichtung geschehen kann.

    Zu viel materiellen Besitz kostet uns Erwachsenen viel Zeit und Energie, die wir zur „Bearbeitung“ und Sicherung desselben benötigen. Viele unserer Ängste drehen sich um den Verlust dieses Besitzes.

    Hier die Frage, wie viel Geld brauchen wir wirklich um glücklich zu sein?

    Genug Geld bedeutet, ein Dach über dem Kopf zu haben, Essen auf dem Tisch und Klamotten am Leib. Mehr Geld macht zwar kurzfristig etwas zufriedener, aber die Effekte nehmen mit zusätzlichem Einkommen immer weiter ab. Ab 50.000-60.000€ im Jahr steigt das Lebensglück einer Studie der Universität Princeton nach gar nicht mehr (und auch schon ein ganzes Stück davor nur noch wenig).

    Fast jeder Mensch mit jedem Einkommen geht davon aus, dass er mit 20% mehr Geld endlich glücklich werden könnte. Selbst Reiche leben in der Illusion, sie würden ihr Glück finden, wenn sie drei-bis viermal so viel besässen wie heute, egal, ob sie gerade eine Million oder zehn Millionen auf dem Konto haben. Das haben Harvard-Forscher herausgefunden.

    Viel Besitz ruft also nach mehr, weil es immer was Besseres, Schöneres, Schnelleres gibt und uns dieses Habenwollen somit ständig mit Kaufen, Organisieren und Recherchieren neuer Dinge auf Trab hält und unfrei macht.

    Der gefühlte Mangel endet nie. Nie! Dazu gehört auch die Stimme in Dir, die genau jetzt vielleicht sagt: „Mir doch egal, was die Forscher sagen, ICH wäre mit mehr Geld definitiv glücklicher!“ Oder: „Ja, aber in meinem Fall würden 20% mehr wirklich einen Riesenunterschied machen!“

    Diese Stimme ist kein Hinweis dafür, dass Du anders tickst, sondern ein Beweis, dass die Studie genau Dich meint. Mich übrigens auch. Der erste Schritt ist, nicht mehr zu denken, dass man selbst da ein Sonderfall ist.

    Doch wenn schon mehr Geld, dieses Zentrum unseres Lebens und unserer Wünsche, glücklicher macht … was dann?

    Neben Arbeit, die einem Freude macht (selbst wenn sie nicht gut bezahlt ist) sind es gute Beziehungen. Eine besonders grosse Rolle spielt dabei Sex – am besten mit einem festen Partner.

    Wer statt einmal Sex im Monat auf einmal in der Woche steigt, macht einen grossen Sprung in seinem Lebensglück. Er entspricht einer gross angelegten Studie zufolge einem Zuwachs von 40.000€ mehr Einkommen im Jahr.

    Noch wichtiger als die Quantität ist jedoch auch da die Qualität, gelangweiltes Gejuckel nur der Quote wegen bringt’s weniger, als … na ja, was auch immer gute Qualität da für einen selbst bedeutet.

    Über „guten Sex“ weiterlesen >>>

  • Kitzligkeit und Sexualität

    Kitzligkeit und Sexualität

    Wenn es um Berührungen geht, trifft unser Gehirn wichtige Unterscheidungen zwischen »Selbst« (Eigenem) und »Anderem«. Dieser Unterschied ist das Fundament aller Kitzligkeit. Die Tatsache, dass unsere Vorfahren schnell erkennen konnten, dass sie von einem Tier, einem Käfer oder etwas anderem berührt wurden, erhöhte ihre Überlebenschancen. Besonders wichtige Körperteile sind dabei besonders kitzlig (Füsse, Hals, Innenschenkel, Gesicht und Achselhöhlen).

    Die gängige Theorie geht davon aus, dass das Gehirn dabei widersprüchliche Informationen erhält und diese mithilfe von Lachen auflöst. Das Gehirn erwartet aufgrund der Nervensignale einen Schmerz, merkt dann aber, dass die Berührung nicht gefährlich ist. Das Lachen ist bei dieser Interpretation eine Art Erleichterungsreaktion. Dazu passt, dass bei der Übertragung eines Kitzelreizes im Körper vergleichbare Nervenfasern beteiligt sind wie bei Schmerz.

    Dabei spielt natürlich auch die Situation eine Rolle, in der das Kitzeln stattfindet: Es funktioniert vor allem beim Necken, beim spielerischen Kämpfen und Umhertollen. Dabei wird der soziale Zusammenhalt gestärkt. Das Kichern signalisiert, dass es in Ordnung ist, sich zu berühren. Wenn jemand hingegen beispielsweise im Bus von einer fremden Person an einer kitzligen Stelle berührt wird, findet er oder sie das in der Regel nicht so lustig.

    Übertriebene Kitzligkeit kann nun beim Sex Probleme erzeugen, die das sexuelle Verlangen stark stören können (D.Schnarch: Intimität und Verlangen).
    Besonders kitzlige Menschen haben oft Angst, die Kontrolle, was mit ihnen geschieht, zu verlieren. Sie sind übrigens keineswegs »Kontrollfreaks«. Diesen Denkfehler machen oft besonders kitzlige Menschen selbst und ihre Partner. Kitzlige Menschen wollen nicht unbedingt immer alles kontrollieren. Ihnen reicht es, die Kontrolle darüber zu haben, was mit ihnen geschieht. Daran ist nichts Merkwürdiges. Es ist von grossem Vorteil wenn man dies weiss, da Menschen, die sich nicht kontrollieren (also ihre Angst nicht regulieren) können, alles und jeden in ihrer Umgebung kontrollieren wollen!

    Um dies aufzulösen, ist es hilfreich, dass man eine gute Selbstkontrolle oder ein solides Selbstempfinden entwickelt – ohne „zu mauern“, also ohne die Bindung mit dem Partner aufzugeben. 

    Autonomie in emotionaler Nähe

    In der Sexualität ist es allgemein wichtig, dass man sich in eine grosse körperliche und emotionale Nähe begeben kann und dabei sich nicht zu stark dem Partner „anpasst“, sondern seine Autonomie und Selbstregulierung aufrecht erhalten kann. Dies gelingt uns nur durch ein solides Selbstempfinden. Ein stabiles Selbstempfinden steht im Gegensatz zu einem „gespiegelten Selbstempfinden“, wo die Wertschätzung oder eben Abwertung anderer wichtiger ist, als die eigene Wertschätzung. Ein stabiles Selbstempfinden entsteht, wenn Sie beherzt tun, was sie für richtig halten und sich Ihre Selbstachtung selbst verdienen. Dies ist die Klarheit darüber, wer Sie sind, was Sie wollen und welche Ziele Sie haben – insbesondere wenn Ihr Partner Sie dazu drängt, sich seinen Vorstellungen anzupassen. Es ist das Gegenteil der Abhängigkeit von einem gespiegelten Selbstempfinden (von der Annahme und Wertschätzung durch andere Menschen). 

    gespiegeltes Selbstempfinden

    Hier kann man sich selbst mal kurz erforschen, wie wir auf wenig oder viele „gefällt mir!“ (Likes) über eines unserer Postings in Facebook reagieren ;-)…

    Das Streben nach einem gespiegelten Selbstempfinden gilt übrigens als Wegbereiter für regelmässige Affären und Seitensprünge in langjährigen Beziehungen.

    Eine übertriebene Kitzligkeit lässt sich meist relativ schnell bessern – und wenn die Kitzligkeit abnimmt, tritt häufig ein intensives erotisches Erleben an ihre Stelle. Die „Heilung“ von Kitzligkeit verstärkt also oft das sexuelle Verlangen.

    Übung gegen zu starke Kitzligkeit

    Es gibt eine einfache Übung, die unsere Kitzligkeit stark verringern hilft:
    Zuerst sind dabei beide Partner ganz angezogen. Später kann man dies auch teilweise oder ganz nackt ausüben.
    Der gebende Partner führt gut voraussehbare, ruhige und auch beruhigende Berührungen aus. Der kitzlige Partner beruhigt sich dabei selbst und fokussiert ganz auf die Berührungen des anderen, statt sich ihnen zu entziehen. Dabei beginnt man mit den am wenigsten kitzligen Körperregionen, zum Beispiel mit dem Rücken, den Armen oder dem Kopf (unter Ausschluss des Gesichts). Der Gebende orientiert sich an den Wünschen des Kitzligen, und zwar nicht als Roboter oder Diener, sondern als jemand, dem es um produktive Zusammenarbeit geht. Wenn Sie so kitzlig sind, dass es Ihnen hinderlich wird, dann legen Sie Ihre Hand auf die des Partners, um so den Druck, den seine Hand ausübt, und deren Bewegungen zu beeinflussen.
    Es geht darum, dass Sie lernen, die Berührung Ihres Partners als lustvoller zu erleben, statt zu versuchen, ihn davon abzuhalten, Dinge zu tun, die Ihnen nicht gefallen.
    Sehr hilfreich ist es, die Augen offen zu halten. Verfolgen Sie mit dem Blick, wo Sie berührt werden und versuchen Sie ruhig und langsam zu atmen.
    Durch diese achtsame Hingabeübung lernt der Körper sich auf neue Empfindungen einzustellen und die Kitzligkeit nimmt immer mehr ab.

    Weiterführendes zur Sexualität:
    David Schnarch, Intimität und Verlangen.
    …und auf meiner Website: www.dr-walser.ch/sex

    Letzte Aktualisierung von Dr. med. Thomas Walser:
    17. Februar 2023

  • „Alterszipperlein“ – oder die Bedeutung derselben Symptome mit zwanzig- oder fünfzigjährig…

    „Alterszipperlein“ – oder die Bedeutung derselben Symptome mit zwanzig- oder fünfzigjährig…

    Wenn wir mit 70jährig unter Gelenk- oder Gliederschmerzen leiden, sind diese Symptome für uns sofort Ausdruck des fortschreitenden „Älterwerdens“, Ausdruck des Abbaus und Zerfalls, quasi bereits Vorbote des nahenden Todes…
    Mit zwanzig leiden wir ebenfalls bereits sehr häufig (ich würde sogar behaupten: gleich häufig) unter denselben Symptomen. Dann jedoch geben wir dem aber eine völlig andere, harmlosere Bedeutung: Das schlechte Schlafen war schuld – oder der viele Sport gestern – oder „Schicksal“…

    Dasselbe bei unserer Hirnleistung: Vergesslichkeit (auch nur von Eigennamen, deren Vergessen ja völlig normal ist!) wird bereits ab 50 häufig sofort als Ausdruck eines beginnenden „Alzheimers“ gefürchtet… Mit zwanzig war der Alkohol gestern schuld – oder die Langeweile des Themas – oder sonstige Unpässlichkeiten…
    Dabei weiss man nun aus mehreren Studien sehr gut, dass eine altersbedingte Abnahme der geistigen Fähigkeiten überhaupt nicht unausweichlich ist. Im Gegenteil: Seniorinnen, die weder an Bluthochdruck, noch an Diabetes leiden und nicht rauchen, haben sehr gute Chancen, im Alter von 85 Jahren noch geistig völlig fit zu sein.

    Heute sind die 75jährigen kognitiv fast 20 Jahre jünger als noch vor zwei Jahrzehnten!

    Zudem weiss man aus der Hirnforschung, dass auch ein „altes“ Hirn noch lernen und wachsen kann, wenn Begeisterung und Freude im Spiel ist. The brain run on fun!

    In diesem Zusammenhang muss auch erwähnt werden, dass auch ein junges Hirn in Sachen Lern- und Gedächtnisleistungen mickrig wenig leistet. Auch jugendliche Akademiker können sich nach einer Tagung gerade mal an 8% des Programms erinnern – und nur gerade an die Hälfte davon richtig! Diese Ergebnisse tauchen die Annahme, dass wir im Alter langsam aber sicher unser Gedächtnis verlieren, in ein ganz anderes Licht. Unser Gedächtnis ist zu keinem Zeitpunkt unseres Lebens präzise, unfehlbar und vollständig (Dies sei auch unseren rechthaberischen Zeitgenossen unter die Nase gerieben).

    Vergesslichkeit ist das eine, Zuverlässigkeit das andere, und gemeinsam ist beiden, dass das Gedächtnis nie auch nur annähernd versucht, das dauerhaft abzuspeichern, was wir exakt erlebt und erfahren haben. Als junge Erwachsene bemerken wir das nicht und sind voller Selbstbewusstsein hinsichtlich unserer Gedächtnisfähigkeiten – im Alter aber werfen wir uns dies vor.

    Das Gehirn älterer Menschen wird nicht leistungsschwächer – ganz im Gegenteil: es weiss einfach mehr.

    Dieses Phänomen sieht man auch bei vielen weiteren sogenannten „Alterssymptomen“:
    Mittels grosser Studien wurde dies z.B. auch bei der „Müdigkeit“ nachgewiesen: Ältere Menschen sind sogar weniger oft müde als jüngere! Der Zusammenhang war übrigens unabhängig davon, wie viel die Teilnehmer schliefen, und wie gesund sie waren. Müdigkeit ist eine sehr subjektive Grösse.

    Es existiert übrigens auch kein altersbedingter Abbau der Muskeln!
    Seniorensportler dominieren ultralange Sportveranstaltungen wie Ultramarathons! Dies beweist, dass der altersbedingte Abbau der Muskelmasse durch regelmässigen Sport auf ein Minimum reduziert werden kann.

    Studien zeigen auch, dass Ältere weniger psychiatrische Erkrankungen haben. Sie leiden weniger oft an Depressionen, Angsterkrankungen, Phobien und Süchten als Jüngere.
    Ich bemerke in meiner Praxis auch, dass nach Operationen, etwa einem Kunstgelenk, Senioren oft zufriedener sind als Junge: Jüngere Menschen erwarten viel mehr.

    Und last but not least: Sechzigjährige haben den besseren Sex! Sechzigjährige haben wesentlich mehr Persönlichkeit. Durch ihre Erfolge und Fehlschläge kennen sich ältere Menschen einfach besser, im Guten wie im Schlechten. Sie heissen vielleicht nicht alles gut, was sie an sich sehen, aber ihnen ist viel klarer, wer sie sind und wer sie nicht sind. Sie bringen mehr Individualität in die sexuelle Begegnung mit und können sich auch offener und wahrhaftiger zeigen, weil sie in ihrer Differenzierung weiter fortgeschritten sind. Ein reifer Mann glaubt nicht mehr, er müsse im Bett immer wissen, wie es weitergeht, fühlt sich weniger bedroht, wenn seine Partnerin ihm von gleich zu gleich gegenübertritt, und kann es zulassen, dass sie ihn auffängt und stützt.
    Eine reife Frau kann im Bett selbst die Initiative übernehmen und muss sich nicht rechtfertigen, dass sie selbst erotische Wünsche hat. Auch bei ihr liegen viele Jahre zwischen Geschlechtsreife und sexueller Reife.
    Sinnerfüllte Sexualität beruht nicht auf physiologischen Reflexen, sondern setzt eine bestimmte Stufe der persönlichen Entwicklung voraus. Leidenschaftlicher Sex wird im Alter möglich und häufiger!

    Lesen Sie mehr über „Besseren Sex“ hier auf meiner Website >>> sex

    Es gibt meiner Erfahrung nach noch viele weitere Beispiele für dieses Phänomen, dass wir Älteren uns selbst klein machen und blockieren. Wenn ich mir eine Gruppe von Menschen wünschen dürfte, die sich um die sozialen und wirtschaftlichen Probleme der Welt kümmern sollen, dann wären das die Menschen über 50. Sie profitieren von der Vielfalt an Wahlmöglichkeiten, die sie aufgrund ihrer Lebenserfahrungen erworben haben. Diese Weitsicht des Alters müsste die Gesellschaft viel stärker nutzen.

    Scheitern könnten wir bei dem Projekt nur, wenn wir zu wenig Vorstellungskraft entwickelten und das Alter weiterhin als Abstieg statt als eine ganz normale Lebensphase verstehen. Diese Phase steht am Ende eines „optimierten Skripts“ für Gesellschaften des langen Lebens: Warum arbeiten wir nicht ein paar Jahre länger, schinden uns dabei aber weniger?

    Um nicht auszubrennen und die Familienphase zu entzerren, schlage ich vor, die Arbeitslast besser über die Lebensjahre zu verteilen, die Rushhour des Lebens zu vermeiden und statt dessen länger und durchschnittlich weniger zu arbeiten. Das würde den Zeitdruck auf Erwachsene in der Lebensmitte mildern und Menschen jeden Alters mehr Optionen für die Zeit- und Lebensplanung eröffnen.

    Man weiss auch, das ältere Menschen mit einer positiven Einstellung zum Alter, also auch einem positiven Selbstbild, im Durchschnitt 7 bis 8 Jahre länger leben als Senioren, die mit dem Älterwerden hadern. Zufriedenheit wirkt sich demnach stärker auf die Lebensdauer aus als etwa ein normaler Blutdruck oder ein niedriger Cholesterinspiegel.

    Lesen Sie mehr über was wir gewinnen, wenn wir älter werden auf meiner Website. Ich nenne es mal „Art of Aging“. Wir wollen nicht gebrechlich werden und dahinsiechen, sondern wir wollen, dass die Jahre, die uns durch die längere Lebenserwartung heute geschenkt werden, erfüllte Jahre werden. Dazu kann die Gesellschaft und jeder Einzelne etwas tun: www.dr-walser.ch/anti_aging/

    Letzte Aktualisierung durch Thomas Walser:
    30. Januar 2025