Schlagwort: Hans Flury

  • Faszien und Bindegewebsarbeit

    Faszien und Bindegewebsarbeit

    Dies war noch eine Frage an Hans Flury:

    Wir erleben momentan einen wahrhaftigen „Faszienhype“ – viele sprechen und schreiben vom Bindegewebe (selbst eine GEO-Nummer war diesem Thema gewidmet) – notabene über das Bindegewebe, von dem ich in meiner medizinischen Grundausbildung fast gar nichts hörte.
    Die Leute kommen also zu mir und wollen von mir einen Rat, was für eine Sportart die „beste für Faszientraining“ sei – welches „Hilfsmittel“ und welche „Übungen“ für „Faszienarbeit“ geeignet sind (Stichwort: Blackroll, Spezialschuhe,…).
    Meine Standartantwort ist dann: „Tun Sie das, was Ihnen Spass macht (das tun Sie nämlich höchstwahrscheinlich dann auch noch in einem Jahr…)!“
    – und: „Was man auch tut, kann man auch mit den „Leitlinien der
    Normal Function“, quasi „mit dem Bindegewebe im Fokus“ tun.“.

    Was hast Du für „Standardantworten“ auf diese häufigen Fragen?! Und sprich etwas über Deine ´Leitlinien der Faszientechnik´.“
    herzlich, Thomas

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  • Stabilität durch Länge (z.B. der hyperlaxen Schulter, etc.)

    Stabilität durch Länge (z.B. der hyperlaxen Schulter, etc.)

    Hier stelle ich Hans Flury vor. Er war Arzt und Rolfer in Zürich, den ich als begnadeter Geist und „Psychoanarchist“, aber auch als guten Freund und Lehrer sehr schätzte. Er starb 2024.

    Meine Frage an ihn:

    Ich will über Deinen Begriff „Bodystocking“ sprechen, den Du im Zusammenhang mit der „Strukturellen Integration“ (Rolfing) gebrauchst (und nichts mit dem gleichnamigen Kleidungsstück zu tun hat! Du gebrauchst ihn als eine Art „Bindegewebscontainer“, in dem wir stecken.)
    Zuerst mal treibt mich eine Deiner Erklärungen zum „Bodystocking“ um:
    „Stabilität“ durch Muskelkräftigung vs. Stabilität durch Länge (beim Normal Function).
    Dieses Thema enthält eine wesentliche Differenz zwischen der klassischen Orthopädie und der „Normalen“ Bewegung und Haltung in der „Strukturellen Integration“ (nach Ida Rolf):
    Die Stabilität (zum Beispiel der Gelenke – am Beispiel der habituellen Schulterluxation oder einer hypermobilen, hyperlaxen Körperstruktur) wird ja in der „herkömmlichen“ Physiotherapie mit Muskeltraining und -kräftigung zu erreichen versucht. Man sieht dabei leider immer ein Verlust an Beweglichkeit, ja meist sogar eine Steifigkeit, die in einer unökonomischen Bewegung mündet.
    Die SI propagiert „Stabilität durch Länge“, quasi durch die Schienung der Gelenke im Druck der elastischen Spannkraft des Bindegewebes, welches eine Folge der „Normalen Haltung und Bewegung“ ist – und mit grosser Ökonomie und geschmeidiger Beweglichkeit einhergeht.
    Wie würdest Du es ausdrücken?!

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