Leben ist das langsame Ausatmen der Vergangenheit und das tiefe Einatmen der Gegenwart, um Luft für die Zukunft zu haben.

„Was mich fasziniert am Lachen, sind auch die körperlichen und seelischen Polaritäten zum Weinen. Beobachtet man die Atmung, so geht beim Lachen die Luft stossartig nach aussen, und man atmet danach tief ein. Weine oder schluchze ich, ist es genau umgekehrt: Ich atme lange aus und ruckartig ein. Was sich in diesen beiden Gegenbewegungen offenbart, zeigt sich nachher auch im seelischen Befinden. Nach dem Lachen fühlt man sich gelöst und leicht, nach dem Weinen hingegen aufgehoben und mehr „geerdet“. „(Erkenntnis und anekdotische Anmerkung vom Schweizer Clown Dimitri).

Viele von uns haben diese Erkenntnis von Dimitri vom Lachen und Weinen wohl selber schon bei sich wahrgenommen. Ein klares, bewusstes Atmen hilft uns in verschiedenen Situationen, uns gut wahrzunehmen, bei uns zu bleiben, standhaft zu bleiben und/oder uns ganz auf etwas einzulassen.
Länger auszuatmen oder länger einzuatmen, hat jedoch verschiedene Qualitäten und somit auch unterschiedliche Auswirkungen auf unser Befinden.

Ausatmen für mehr Boden

Dinge, die mit viel Ausatmung gemacht werden, helfen also mehr Boden zu erhalten, ist demnach gut für luftige, ätherische Leute. Meditationen mit Betonung der Ausatmung lässt unsere Lebensenergie (Kundalini) nach unten fliessen ( man sollte also eine sogenannte Chakrawelle eher von oben nach unten ausführen).

Einatmen für mehr Leichtigkeit

Methoden, die aber das Einatmen betonen, helfen (zu) erdigen Menschen, die etwas luftiger und freier werden wollen. Meditationen mit Betonung der Einatmung (wie zum Beispiel das Sufiatmen oder die Chakrawelle von unten nach oben) lässt die Energie steigen.


So können wir uns mit unserem Atem eigentlich jederzeit selber etwas regulieren. Wir können uns bei schwierigen Situationen mehr Boden geben, indem wir länger ausatmen und uns selber so wieder stärker ins Gleichgewicht bringen.

Atemübung zur Wertschätzung

Der Dalai Lama schlägt die folgende Praxis vor:

  1. Verbringe 5 Minuten zu Beginn eines jeden Tages damit, Dich daran zu erinnern, dass wir alle die gleichen Dinge wollen (Innerer Frieden, glücklich sein und geliebt werden) und wir alle miteinander verbunden sind.
  2. Verbringe 5 Minuten mit dem Einatmen, dem Schätzen deiner selbst und dem Ausatmen, dem Schätzen anderer. Wenn du an Menschen denkst, die du schwer zu schätzen weisst, dann versuche deine Wertschätzung trotzdem auf sie zu erweitern.

Weitere Atemübungen findest Du auf meiner Website: www.dr-walser.ch/entspannung/#ausatmen